Forschungsprojekte

Mit der Förderung von Forschungsprojekten im Rahmen des FIS sollen neue Impulse in der Sozialpolitikforschung gesetzt werden. Dabei liegt der Schwerpunkt auf der Förderung außergewöhnlicher Perspektiven und Lösungsansätze, für welche die etablierten Formate der Forschungsförderung in der Regel nicht geeignet sind. Exploration, inhaltliche und methodische Innovation, der Dialog zwischen den Disziplinen und zwischen Wissenschaft und Praxis stehen im Vordergrund.

In den ersten zwei FIS-Förderrunden, 2016 und 2018, wurden zunächst sechs, dann neun weitere Forschungsprojekte auf Vorschlag des wissenschaftlichen Beirats für eine FIS-Förderung zugelassen.

Im Kontext der Corona-Pandemie wurden 2020 in einer dritten FIS-Förderrunde weitere 12 Forschungsprojekte mit kürzerer Projektlaufzeit (6-12 Monate) für eine FIS-Förderung zugelassen. 

Und im Jahr2021  folgte schließlich die vierte Förderrunde in deren Rahmen sieben Forschungsprojekte und ein Vernetzungsprojekt bewilligt wurden.

4. FIS-Förderrunde 2021

Forschungsprojekte und ein Vernetzungsprojekt

Vernetzungsprojekt FIS-ICMB22 – VNP - Paradigmenwechsel

TU Berlin

Das Vernetzungsprojekt Paradigmenwechsel zielt darauf, Wissenschaftler:innen im Feld der sozialpolitikbezogenen Migrationsforschung international zu vernetzen und unterstützt den Paradigmenwechsel Deutschlands hin zur Einwanderungsgesellschaft. Das Vernetzungsprojekt beteiligt sich an den Vorbereitungen zur internationalen Metropolis-Konferenz im September 2022 in Berlin (IMCB22).

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Förderung beruflicher Teilhabe von Personen mit schweren psychischen Erkrankungen. Einstellungen, Barrieren und förderliche Faktoren (TAPE)

Universität Ulm

Zu den Zielen des Projektes gehört die Identifizierung von Barrieren und förderlichen Faktoren für die berufliche Teilhabe am allgemeinen Arbeitsmarkt aus der Perspektive von Arbeitgebern und psychisch erkrankten Personen sowie die systematische Analyse von praxisbezogenen Lösungserfahrungen bei der Beschäftigung von Menschen mit psychischen Erkrankungen. Auf dieser Grundlage sollen praxistauglicher Tools für Arbeitgeber und Betriebe zur Verbesserung der beruflichen Teilhabe von Menschen mit psychischen Erkrankungen partizipativ entwickelt werden.

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Arbeitslosigkeit und Behinderung unter Berücksichtigung der Covid-19-Pandemie und ihrer Bewältigung (AloBehindCOVID)

Universität Kassel

Das Forschungsprojekt beschäftigt sich mit der Frage möglicher Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf den Erwerbsstatus von Menschen mit Behinderung. Es wird zum einen untersucht, ob sich für diese besonders vulnerable Gruppe der Beschäftigten mit Behinderungen nach Einsetzen der Pandemie eine im Vergleich mit der Erwerbsbevölkerung besonders ausgeprägte Zunahme von Stellenverlusten nachweisen lässt und welche Faktoren Einfluss auf die Wahrscheinlichkeit des Arbeitsplatzverlustes nehmen. Zum anderen werden die Veränderungen der Wiederbeschäftigungschancen bei Arbeitslosen mit Behinderung und ihre Protektiv- und Risikofaktoren analysiert.

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Die Nichtinanspruchnahme von Grundsicherungsleistungen. Welche Rolle spielt die soziale Einbettung?

Ernst-Abbe-Hochschule Jena

Um Grundsicherungsleistungen nach dem SGB II und SGB XII zu erhalten, müssen diese aktiv beantragt werden. Simulationsmodelle legen nahe, dass etwa 40 % (SGB II) bzw. 60 % (SGB XII) der anspruchsberechtigten Personen keine entsprechenden Leistungen beziehen. Das Forschungsprojekt geht der Frage nach, warum Menschen so häufig auf eine Inanspruchnahme von Grundsicherungsleistungen bei Arbeitslosigkeit bzw. Grundsicherungsleistungen im Alter und bei Erwerbsminderung verzichten.

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ABLe: Arbeitsbezogene Berufung und Leistung für Menschen mit Behinderungen

Universität Kassel

Inklusion von Menschen mit Behinderung bleibt auch 2021 ein Thema, das trotz regelmäßiger Aktualisierungen der Gesetzgebung noch Handlungsbedarf aufweist. Insbesondere die COVID-19- Pandemie hat Erwerbstätigen mit Behinderung mehr geschadet als dem Durchschnittsbürger. Inklusion ist dabei ein Thema für die ganze Gesellschaft. Einerseits werden gesellschaftliche Ressourcen bei erfolgreicher Inklusion besser eingesetzt, andererseits werden Vorurteile abgebaut und Sozialleistungen gespart. Es gilt somit, aus erfolgreichen Fällen zu lernen.

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Plattformökonomie und soziale Sicherung: Arbeits- und Sicherungsorientierungen digitaler Selbstständiger zwischen De- und Re-Institutionalisierung (PlaSoSi)

Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ) und Ruhr-Universität Bochum

Angesichts eines bislang lediglich rudimentären Wissensstandes über die soziale Sicherung von Plattformselbstständigen beleuchtet das Vorhaben Plattformselbstständigkeiten auf Basis eines mehrstufigen Mixed-MethodsDesigns und untersucht (1) das Ausmaß und die Struktur der sozialen Sicherung von Plattformselbstständigen sowie die Einbettung von Plattformarbeit in individuelle und familiale Erwerbs- und Sicherungsarrangements, (2) die subjektiven Arbeits- und Sicherungsorientierungen und -präferenzen der hier Erwerbstätigen sowie (3) sozialpolitische Reformansätze und deren Passung zu den objektiven Sicherungslagen und subjektiven Sicherungspräferenzen der Plattformselbstständigen.

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Klimapolitik und sozialer Ausgleich: Verteilungswirkungen und Lenkungseffekte von koordinierter Klima- und Sozialpolitik

DIW Berlin

Ziel dieses Forschungsprojektes ist die Entwicklung und empirische Evaluation von klima- und sozialpolitischen Instrumenten, die zum einen dazu beitragen, bis 2045 Klimaneutralität zu erreichen, zum anderem aber auch sozialpolitisch verträglich umgesetzt werden können. Im Fokus stehen dabei empirische Analysen, mit denen die Verteilungs- und Lenkungswirkungen und deren Wechselwirkungen von unterschiedlichen Instrumenten evaluiert werden.

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Beschäftigungs- und Arbeitsbedingungen im Gesundheitssektor. Eine multimethodische Studie

Universität Bamberg

Das Projekt untersucht vor dem Hintergrund der Covid-19-Pandemie und der Bedeutung des Gesundheits- und Pflegesektors drei Themen- und Fragestellungen mit einem multimethodischen Design.

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3. FIS-Förderrunde 2020

Corona-Forschung im FIS

Erwerbstätigkeit in der frühen Phase der Corona-Krise in Deutschland (Mannheimer Corona-Studie)

Universität Mannheim

Ende März 2020 einigen sich Bund und Länder zur Bekämpfung der Covid-19-Pandemie auf strenge Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen. Sie gelten bis Ende April 2020. Millionen Deutsche können nicht mehr arbeiten oder arbeiten im Home-Office. Kitas und Schulen werden in dieser Zeit geschlossen. Das Forschungsprojekt geht der Frage nach, welche Folgen die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie auf die Beschäftigungssituation der Erwerbstätigen haben.

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Wie sind soziale Dienstleister, ihre Mitarbeitenden und ihre Nutzerinnen und Nutzer von der Corona-Pandemie betrofffen und wie wirken die sozialpolitischen Unterstützungsleistungen

Zentrum für Politikberatung und Evaluation (ZEP)

Soziale Dienstleister erbringen soziale Dienstleistungen nach den Sozialgesetzbüchern, verkörpern damit das für den bundesdeutschen Sozialstaat grundlegende Subsidiaritätsprinzip und sind wesentliche Akteure der Sozialpolitik in Deutschland. Das Vorhaben soll untersuchen, wie verschiedene Gruppen sozialer Dienstleiser von der Corona-Pandemie betroffen sind, wie sie ihre Leistungen während der Pandemie unter veränderten Bedingungen erbringen und sie an diese anpassen sowie welche Unterstützungsleistungen zu Verfügung stehen.

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Konsequenzen der Corona-Pandemie auf (berufliche) Teilhabe und Versorgungsstrukturen für psychisch schwer kranke Menschen - Folgeprojekt von Leip#netz

Leipzig Heart Science gGmbH

Ziel des Projekts ist es - inhaltlich aufsetzend auf die Pilotstudie LeiP#netz - in der definierten Versorgungsregion einer deutschen Großstadt psychiatrische Versorgungssysteme entlang der gesamten Behandlungskette auf ihre strukturellen, personellen und inhaltlichen Beeinträchtigungen durch die COVID19-Schutz-und Hygienemaßnahmen zu untersuchen. Dabei sollen einerseits sowohl quantitative als auch qualitative Erhebungsinstrumente zur Analyse der Einrichtungen und ihrer Akteure zum Einsatz kommen und andererseits gemäß eines partizipativen Forschungsansatzes Professionelle und die Nutzer des Systems selbst in die Entwicklung und Anwendung der Forschungsinstrumente einbezogen werden.

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Die heterogenen Auswirkungen der Corona-Pandemie auf Beschäftigung, Familienarbeit und Einkommen und die Rolle der sozialen Sicherungssysteme

DIW Berlin

Ziel dieses Forschungsprojektes ist es , die kurzfristigen Effkte der Corona-Pandemie auf die Beschäftigung und die daraus resultierenden Einkommenswirkungen für unterschiedliche sozio-ökonomische Gruppen zu analysieren.

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Haushaltsstrukturen und ökonomische Risiken während der COVID-19-Pandemie in Ost- und Westdeutschland: Kompensation oder Akkumulation (KOmpakk)

Humboldt Universität zu Berlin

Dieses Projekt untersucht die ungleiche Verteilung von ökonomischen Risiken und Kompensationsmöglichkeiten in Haushalten in Ost- und Westdeutschland während der COVID-19-Pandemie und wertet sozialpolitische Interventionsstrategien hinsichtlich Risikoverteilung aus.

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Corona-Krise und berufliche Anerkennung

Universität Tübingen

Das Forschungsprojekt untersucht, inwieweit sich die im Zuge der Coronakrise entbrannte öffentliche Diskussion um die „systemrelevanten Berufe" auf die wahrgenommene Anerkennung der eigenen beruflichen Tätigkeit auswirkt. Hat sich die tatsächlich wahrgenommene Anerkennung für diese Berufe verbessert, hat sich die Anerkennung anderer Berufe verschlechtert? Des Weiteren wird untersucht, inwieweit sich die wahrgenommene Anerkennung von beruflichen Tätigkeiten und deren Änderung im Zuge der Coronakrise auf die Akzeptanz der Maßnahmen auswirkt, die zur Bewältigung der Krise ergriffen wurden.

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Wie kann Homeoffice gelingen? Faire Lösungen aus Sicht von Arbeitgebern und Arbeitnehmern

Universität Bielefeld

Ziel des Forschungsprojektes ist es, für verschiedene Arbeitsplatzbedingungen Spielräume für funktionierende, so weit wie möglich allseits als fair empfundene Lösungen auszuloten. Im Rahmen der geplanten Studie sollen insbesondere kleinere und mittlere Unternehmen sowie einige wenige Großbetriebe in der Region Ostwestfalen mit einem webbasierten Survey im Umfang von 20 Minuten für Beschäftigte (mit und ohne Personalverantwortung) sowie zusätzlichen Experteninterviews zur Beschäftigungspolitik des Unternehmens untersucht werden (sog. Employer-Employee-Design). Zusätzlich vergleichen werden die Ergebnisse dieser Studie mit einer bereits laufenden repräsentativen Untersuchung zum gleichen Thema ausschließlich in Großbetrieben verglichen.

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Arbeits- und Sozialgerichte und Sozialverwaltung in der Pandemie

Universität Kassel

Das Vorhaben untersucht den Rechtsschutz in gerichtlichen Verfahren der Arbeitsgerichtsbarkeit und der Sozialgerichtsbarkeit sowie in Widerspruchsverfahren der Sozialleistungsträger während der Corona-Pandemie. Dabei wird besonders auf die Auswirkungen der Änderungen im Arbeitsgerichtsgesetz und Sozialgerichtsgesetz geachtet, mit denen befristet bis zum 31.12.2020 erweiterte Möglichkeiten der Verfahrensgestaltung unter Nutzung von Videotelefonie für Verfahrensbeteiligte und ehrenamtliche Richterinnen und Richter geschaffen worden sind.

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Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Beratung, Betreuung und Begleitung von Langzeitleistungsbeziehenden nach dem SGB II

Institut für Angwandte Wirtschaftsforschung (IAW)

Das geplante Projekt untersucht die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Personenkreis der Langzeitleistungsbeziehenden im SGB II. Im Mittelpunkt des Forschungsinteresses stehen die Bemühungen zur Heranführung an und Integration in den Arbeitsmarkt und zur Förderung sozialer Teilhabe und Beschäftigungsfähigkeit seitens der Jobcenter als auch kommunaler und gemeinnütziger Einrichtungen.

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Erwerbstätigkeit von Frauen während der Corona-Krise: Entwicklung über die Zeit, (neue) soziale Ungleichheiten und politische Handlungsoptionen

Universität Köln

Das Projekt geht vier Fragen nach. (1) Zunächst soll analysiert werden, wie sich Erwerbsarbeit und unbezahlte Arbeit bzw. die Reduzierung bezahlter Erwerbsarbeit zwischen den Geschlechtern unterscheidet und ob bestehende Geschlechterunterschiede durch die Krise noch weiter verstärkt werden. (2) Im zweiten Schritt soll analysiert werden, wie sich Erwerbsarbeit und unbezahlte Arbeit über die Zeit entwickeln. Hierbei soll insbesondere der Frage nachgegangen werden, ob und wie schnell nach der Lockerung der Beschränkungen eine Rückkehr zum Zustand vor der Krise ereicht wird. (3) Drittens sollen die Auswirkungen sozialpolitischer Regulierungen, insbesondere die Wiedereröffnung der Schulen und Kitas, auf die Erwerbsarbeit analysiert werden. Von besonderer Bedeutung ist hierbei, ob und wie stark eine Wiedereröffnung den Erholungsprozess beschleunigt. (4) Zuletzt stellt sich die Frage, ob auch innerhalb der Gruppe der Frauen Unterschiede nach bestimmten Merkmalen zu beobachten sind.

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Compliance, Akzeptanz und Umsetzung von Schutzmaßnahmen gegen Infektionen in der Arbeitsstätte und die Organisation des betrieblichen Arbeitsschutzes (CAUSA-A)

Zentrum für Sozialforschung Halle

Im Rahmen des Projekts sollen Erkenntnisse im Hinblick auf die Compliance, Akzeptanz und Umsetzung von betrieblichen Infektionsschutzmaßnahmen vor SARS-CoV 2 einerseits und zu den notwendigen Anpassungen des Arbeitsschutzes an die pandemiebedingt veränderten Arbeitssituationen andererseits gewonnen werden. Ziel ist, erfolgreiche betriebliche Strategien herauszustellen, Hinweise für evtl. erforderliche Anpassungen im Arbeitsschutzhandeln zu gewinnen und in Handlungsempfehlungen einen nachhaltigen Transfer zu ermöglichen.

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Ausmaß, Ursachen und Folgen der Nichtinanspruchnahme von Kurzarbeitergeld während der Corona-Pandemie

Hochschule der Bundesagentur für Arbeit (HdBA)

Das geplante Forschungsprojekt untersucht strukturelle Lücken bei der Inanspruchnahme von Kurzarbeitergeld (KUG) und die damit verbundenen wirtschaftlichen und sozialen Problemlagen. Genauer soll es um die Frage gehen, warum und mit welchen Folgen Betriebe, die während des Corona-bedingten Lockdown von Schließungen oder erheblichen Arbeitsausfällen betroffen waren, kein KUG in Anspruch genommen haben.

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2. FIS-Förderrunde 2018

„Normal arbeiten“ - Normalitätsannahmen zu Arbeit und Beruf bei jungen Klientinnen und Klienten und ihrem sozialstaatlichen Gegenüber

Universität Kassel

Ziel des Vorhabens ist es, ein besseres Verständnis von sozialer Wahrnehmung, beruflichen Ambitionen und Arbeitserfahrungen junger Menschen, aber auch der Handlungsstrategien im Umgang mit sozialstaatlicher Förderung am Übergang in Arbeit zu gewinnen.

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Grenzen der Verteilung? Sozioökonomische Analysen zur Wahrnehmung von (Um-)Verteilungen in Europa

Universität Hamburg

Das Vorhaben zielt darauf ab, Fragen zur Akzeptanz der sozialen Sicherung in Europa mit einem interdisziplinären Forschungsansatz zu bearbeiten, um daraus Interventionsmöglichkeiten zur Verringerung von möglichen Fehleinschätzungen abzuleiten und um herauszufinden, inwieweit eine Koordinierung im Bereich der Sozialpolitik in der Bevölkerung vorhanden ist.

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Exploration digitaler Technologien in der öffentlichen Arbeitsvermittlung am Beispiel von Textmining

Universität Duisburg-Essen

Das Vorhaben untersucht Veränderungsprozesse von Arbeit und Organisation von Jobcentern und Arbeitsagenturen durch den Einsatz von digitalen Technologien im Rahmen eines Forschungsprojektes.

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Teilhabe durch Crowdworking: Eine Analyse der Gelingensbedingungen einer technisch-organisatorischen Innovation für Personengruppen mit erschwerter Teilhabe am Erwerbsleben

Universität Hamburg

Das Ziel des Vorhabens ist die Untersuchung der Chancen und Risiken von Crowdworking als Mittel zur Arbeitsmarktintegration von Menschen mit erschwerten Teilhabechancen, um damit den Weg für „inklusives Wachstum“ zu ebnen.

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HILFEE – HILfsbereitschaft gegenüber Flüchtlingen Experimentell Erforschen

RWTH Aachen

Zuwendungszweck sind die Untersuchungen von einerseits Einflussfaktoren auf das tatsächliche Hilfsverhalten gegenüber Geflüchteten und andererseits potenziellen politischen Interventionen zur Verbesserung dieser Hilfsbereitschaft.

Die Forschungsergebnisse sollen ein besseres Verständnis der Hilfsbereitschaft ermöglichen und Handlungsempfehlungen und Maßnahmen zur Förderung dieser Bereitschaft bereitstellen.

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Akzeptanz sozial- und arbeitsmarktpolitischer Maßnahmen und Regelungen

Otto-Friedrich-Universität Bamberg 

Das Projekt analysiert die Akzeptanz tagesaktueller und konkreter Ausgestaltungsalternativen der Arbeitslosenversicherung und der sozialen Grundsicherung in der Bevölkerung und bei unterschiedlich Betroffenen

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Digitale Rechtsmobilisierung. Eine Provokation für die Sozialverwaltung? (LegalTech)

SOFI Göttingen (mit Weiterleitung an Ruhr-Universität Bochum

Im Rahmen des Projektes soll erforscht werden wie Legal Technologies und neue Wege der digitalen Rechtsmobilisierung Einfluss auf das Verhältnis zwischen Bürger*innen und Sozialstaat nehmen.

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GEVOAB – Gerechtigkeitsvorstellungen von erwerbstätigen Arbeitslosengeld II-Beziehern (Aufstockern)

Universität Bremen

Im Zentrum des Forschungsprojektes steht die Vorbereitung und Durchführung von laborgestützten, anonymisierten Gruppenexperimenten und problemzentrierten Interviews (PZI) zur Einstellungsforschung im Themenbereich Sozialstaat der besonderen Zielgruppe der sog. Aufstocker/innen (erwerbstätige ALG II-Bezieher). Der eingesetzte Methodenmix stellt einen innovativen und interdisziplinären Forschungsansatz zur Erhebung von Einstellungen zum Sozialstaat und Gerechtigkeitsvorstellungen dar.

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Verständnis und Haltungen zur Altersvorsorge in Deutschland: Ausprägungen und Auswirkungen auf vorsorgebezogenes Verhalten (VHAlt)

Universität Mannheim

Zuwendungszweck ist die Erforschung von (Miss-)Verständnis und Haltungen zum Thema Altersvorsorge über eine repräsentative Befragung von bis zu 1.000 Personen im erwerbsfähigen Alter und die Ableitung von Handlungsempfehlungen für die Politik und Akteure der Sozialversicherung. Darüber hinaus sollen Kommunikations-empfehlungen und exemplarische Lerneinheiten zur Verbesserung der finanziellen Allgemeinbildung der Bürger/innen in Deutschland entwickelt werden.

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1. FIS-Förderrunde 2016

Selbstbestimmte Optionszeiten im Erwerbsverlauf

Universität Bremen in Kooperation mit dem Deutschen Jugendinstitut

Ziel des rechts- und sozialwissenschaftlichen Kooperationsprojektes ist die Ausarbeitung von Eckpunkten eines innovativen sozialpolitischen Modells für die Gestaltung von Erwerbsverläufen.

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Schnittstellen in der Sozialpolitik: Differenzierung und Integration in der Absicherung sozialer Risiken

Universität Duisburg-Essen, Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ)

Die Schnittstellen zwischen sozialstaatlichen Institutionen und die mangelnde Verzahnung von Maßnahmen zur Absicherung sozialer Risiken stellen die Sozialpolitik im entwickelten Sozialstaat vor große Herausforderungen.

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Scheidung, Trennung und die soziale Sicherung von Frauen in Deutschland

Hertie School

Ähnlich wie in anderen europäischen Ländern auch bestimmen hohe Scheidungs- und Trennungsraten die Familienstrukturen in Deutschland. Dieses Projekt befasst sich mit der Bedeutung dieser Entwicklungen für die soziale Sicherung von Frauen.

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Wer kümmert sich um Oma? Eine empirische Erprobung des Respondent-Driven Sampling am Beispiel der (informellen) Beschäftigung in der häuslichen Pflege

WZB

Das Forschungsvorhaben verfolgt zwei Ziele. Erstens soll mittels einer standardisierten Befragung mehr über die Lebenssituation und Motivationsstrukturen von Personen, die im Bereich der häuslichen Alten- und Krankenpflege arbeiten, in Erfahrung gebracht werden.

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Digitalisierung und Wandel der Beschäftigung: Eine Datengrundlage für die interdisziplinäre Sozialpolitikforschung

Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB), Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)

Die Digitalisierung der Arbeitsprozesse schreitet immer weiter voran und führt zu einem grundlegenden Strukturwandel in der Arbeitswelt, der vielfältige Herausforderungen für verschiedene Bereiche der Sozialpolitik mit sich bringt.

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Was benötigen und wie gelingen Wiedereinstiege von exkludierten Personen in soziale und arbeitsmarktliche Zusammenhänge?

Zentrum für Politikberatung und Evaluation (ZEP)

Das Projekt zielt darauf ab, herauszufinden, wie sich die sozialen Sicherungssysteme in den letzten 20 Jahren verändert haben und aufzuzueigen, was benötigt wird, damit die von diesem System Ausgeschlossenen bzw. von Ausschluss Bedrohten  ihre Teilhabechancen zum Wiedereinstieg in soziale, arbeitsmarktliche und gesellschaftliche Zusammenhänge tatsächlich verwirklichen können.

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