Migration und Sozialpolitik: Studien zur Governance, Gestaltung und Nutzung von (lokaler) Sozialpolitik im Zeichen der Flüchtlingsmigration

Projektträger: Universität Duisburg-Essen, Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ)

Ansprechpartner: Prof. Dr. Ute Klammer, Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ) / Universität Duisburg-Essen (E-Mail schreiben)

Die Nachwuchsgruppe soll einen Beitrag zur Klärung der Frage leisten, wie Kommunen mit den sozialen Bedarfen von Migrantinnen und Migranten, insbesondere Geflüchteten, umgehen und wie diese sozialstaatliche Leistungen nutzen bzw. welchen Nutzen sie für sie haben. Dabei interessiert zum einen die Frage, wie sich im Rahmen der sprunghaft gestiegenen Zahl von Geflüchteten die Rahmenbedingungen kommunaler Sozialpolitik verändert haben und welche Auswirkungen die Entwicklungen auf die Governance und Ausgestaltung sozialpolitischer Leistungen haben. Zum anderen wird analysiert, wie diese Leistungen von den Adressaten/Adressatinnen wahrgenommen werden und wie sie wirken. Schließlich ist zu untersuchen, welche theoretischen Schlussfolgerungen, aber auch praktischen Anforderungen an die Sozialpolitik sich aus den Ergebnissen ableiten lassen.

Im Rahmen der Nachwuchsgruppe wird die Ausgestaltung und Nutzung kommunaler Sozialpolitik (wie auch der Lebensführung „vor Ort“ im Sozialraum) in unterschiedlichen Kommunen untersucht. In Abhängigkeit von der Expertise und den Forschungsinteressen der Mitglieder der Nachwuchsgruppe werden Schwerpunkte innerhalb der folgenden Bereiche sozialer Sicherung gesetzt:

  • Fluchtmigration und Arbeitsmarkt
  • Fluchtmigration und Gesundheit
  • Fluchtmigration und Familie
  • Fluchtmigration und Bildung

Ein Teilprojekt wird sich – unterstützt durch den Deutschen Juristinnenbund – gezielt mit der Arbeitsmarktintegration geflüchteter Frauen beschäftigen.

Geplant ist eine Gruppe aus (zunächst) drei Nachwuchswissenschaftler/innen: Einem/Einer Nachwuchsgruppenleiter/in und zwei Promovierenden. Die Mitglieder der Gruppe erarbeiten jeweils eigene (Qualifikations-)Projekte innerhalb eines Forschungszusammenhangs und eines gemeinsamen theoretischen Rahmens. Methodisch stehen dabei qualitative Studien mit dem Ansatz der sog. „Nutzerforschung“ im Zentrum. Die Zusammensetzung der Nachwuchsgruppe aus Personen mit unterschiedlichen Hintergründen dient dem Ziel, einen Arbeitskontext zu schaffen, in dem sich Multiperspektivität und Interdisziplinarität entwickeln können.