Schnittstellen in der Sozialpolitik: Differenzierung und Integration in der Absicherung sozialer Risiken

Projektträger: Universität Duisburg-Essen, Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ)

Ansprechpartner: Prof. Dr. Martin Brussig (E-Mail schreiben) und Prof. Dr. Sybille Stöbe-Blossey (E-Mail schreiben), Universität Duisburg-Essen, Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ)

Schnittstellen zwischen sozialstaatlichen Institutionen und die mangelnde Verzahnung von Maßnahmen zur Absicherung sozialer Risiken stellen ein Kernproblem der Sozialpolitik im entwickelten Sozialstaat dar. In dem Projekt werden exemplarisch Schnittstellenprobleme und Bearbeitungsstrategien für zwei Risiken in unterschiedlichen Lebensphasen analysiert, nämlich für Exklusionsrisiken von Jugendlichen in schwierigen Lebenssituationen bei dem Übergang von der Schule in Ausbildung und Beruf und von älteren Erwerbstätigen mit gesundheitlichen Einschränkungen. Die Lebenslage der Adressat/inn/en führt in beiden Situationen dazu, dass unterschiedliche Institutionen in die Bearbeitung der jeweiligen Risikosituation involviert sind.

Das Projekt ist als explorative, qualitativ-empirische Untersuchung angelegt. Dazu werden zunächst Fact Sheets erstellt, die die institutionellen Rahmenbedingungen für die Bearbeitung der beiden Risikosituationen beschreiben (Makroebene). Über Interviews mit Fachleuten aus lokalen Institutionen werden dann Informationen über die Beziehungen zwischen den Organisationen auf der Mesoebene und die Fallbearbeitung auf der Mikroebene erhoben und durch Expertengespräche auf der Steuerungsebene (bspw. Ministerien) ergänzt.

Im Ergebnis sollen Kategorien für eine Systematisierung von Schnittstellenproblemen und Bearbeitungsstrategien erarbeitet werden, die auch für andere sozialpolitische Fragestellungen nutzbar sind. Von besonderer Bedeutung ist dabei der Austausch zwischen auf unterschiedliche Sektoren (bspw. Arbeitsmarkt-, Renten-, Jugendhilfepolitik) spezialisierten Wissenschaftler/inne/n.