Erwerbstätigkeit in der frühen Phase der Corona-Krise in Deutschland

Mannheimer Corona-Studie

Projektträger: Universität Mannheim

 

Ende März 2020 einigen sich Bund und Länder zur Bekämpfung der Covid-19-Pandemie auf strenge Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen. Sie gelten bis Ende April 2020. Millionen Deutsche können nicht mehr arbeiten oder arbeiten im Home-Office. Kitas und Schulen werden in dieser Zeit geschlossen. Das Forschungsprojekt geht der Frage nach, welche Folgen die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie auf die Beschäftigungssituation der Erwerbstätigen haben.

Dazu werden im Zeitraum 1. Mai bis 10. Juli 2020 täglich bevölkerungsrepräsentative Daten von Personen in Privathaushalten zu ihrem Leben in der Corona-Zeit erhoben. Im Fokus steht die Frage der Arbeitssituation: wer arbeitet in welchem Umfang von zu Hause aus? Wie unterscheidet sich die Home-Office Nutzung nach Branche, Alter, Bildungsstand und Geschlecht? Welche Rolle spielen Kinder im Haushalt? Aufgrund der Paneldaten sind auch Aussagen im Zeitverlauf möglich, sodass die Veränderung der Arbeitssituation mit der zunehmenden Lockerung der Maßnahmen abgeglichen werden kann.

Darüber hinaus widmet sich das Forschungsprojekt in wöchentlich wechselnden Schwerpunktanalysen weiteren sozialpolitischen Fragestellungen, wie z.B. der Vereinbarkeit von Beruf und Familie, der außergewöhnlichen Belastung von Müttern und der (Neu-)Aufteilung von Care-Arbeit. Auch werden der Sorge um die eigene wirtschaftliche Situation sowie Fragen rund um das Thema Arbeitsschutz nachgegangen.