Forschungsprojekte

Mit der Förderung von Forschungsprojekten im Rahmen des FIS sollen neue Impulse in der Sozialpolitikforschung gesetzt werden. Dabei liegt der Schwerpunkt auf der Förderung außergewöhnlicher Perspektiven und Lösungsansätze, für welche die etablierten Formate der Forschungsförderung in der Regel nicht geeignet sind. Exploration, inhaltliche und methodische Innovation, der Dialog zwischen den Disziplinen und zwischen Wissenschaft und Praxis stehen im Vordergrund.

In zwei FIS-Förderrunden, 2016 und 2018, wurden zunächst sechs, dann neun weitere Forschungsprojekte auf Vorschlag des wissenschaftlichen Beirats für eine FIS-Förderung zugelassen.

Im Kontext der Corona-Pandemie wurden 2020 in einer dritten FIS-Förderrunde weitere 12 Forschungsprojekte mit kürzerer Projektlaufzeit (6-12 Monate) für eine FIS-Förderung zugelassen.

 

3. FIS-Förderrunde 2020

Corona-Forschung im FIS

Wie sind soziale Dienstleister, ihre Mitarbeitenden und ihre Nutzerinnen und Nutzer von der Corona-Pandemie betrofffen und wie wirken die sozialpolitischen Unterstützungsleistungen

Zentrum für Politikberatung und Evaluation (ZEP)

Soziale Dienstleister erbringen soziale Dienstleistungen nach den Sozialgesetzbüchern, verkörpern damit das für den bundesdeutschen Sozialstaat grundlegende Subsidiaritätsprinzip und sind wesentliche Akteure der Sozialpolitik in Deutschland. Das Vorhaben soll untersuchen, wie verschiedene Gruppen sozialer Dienstleiser von der Corona-Pandemie betroffen sind, wie sie ihre Leistungen während der Pandemie unter veränderten Bedingungen erbringen und sie an diese anpassen sowie welche Unterstützungsleistungen zu Verfügung stehen.

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Konsequenzen der Corona-Pandemie auf (berufliche) Teilhabe und Versorgungsstrukturen für psychisch schwer kranke Menschen - Folgeprojekt von Leip#netz

Leipzig Heart Science gGmbH

Ziel des Projekts ist es - inhaltlich aufsetzend auf die Pilotstudie LeiP#netz - in der definierten Versorgungsregion einer deutschen Großstadt psychiatrische Versorgungssysteme entlang der gesamten Behandlungskette auf ihre strukturellen, personellen und inhaltlichen Beeinträchtigungen durch die COVID19-Schutz-und Hygienemaßnahmen zu untersuchen. Dabei sollen einerseits sowohl quantitative als auch qualitative Erhebungsinstrumente zur Analyse der Einrichtungen und ihrer Akteure zum Einsatz kommen und andererseits gemäß eines partizipativen Forschungsansatzes Professionelle und die Nutzer des Systems selbst in die Entwicklung und Anwendung der Forschungsinstrumente einbezogen werden.

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Die heterogenen Auswirkungen der Corona-Pandemie auf Beschäftigung, Familienarbeit und Einkommen und die Rolle der sozialen Sicherungssysteme

DIW Berlin

Ziel dieses Forschungsprojektes ist es , die kurzfristigen Effkte der Corona-Pandemie auf die Beschäftigung und die daraus resultierenden Einkommenswirkungen für unterschiedliche sozio-ökonomische Gruppen zu analysieren.

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Haushaltsstrukturen und ökonomische Risiken während der COVID-19-Pandemie in Ost- und Westdeutschland: Kompensation ider Akkumulation (KOmpakk)

Humboldt Universität Berlin

Dieses Projekt untersucht die ungleiche Verteilung von ökonomischen Risiken und Kompensationsmöglichkeiten in Haushalten in Ost- und Westdeutschland während der COVID-19-Pandemie und wertet sozialpolitische Interventionsstrategien hinsichtlich Risikoverteilung aus.

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Corona-Krise und berufliche Anerkennung

Universität Tübingen

Das Forschungsprojekt untersucht, inwieweit sich die im Zuge der Coronakrise entbrannte öffentliche Diskussion um die „systemrelevanten Berufe" auf die wahrgenommene Anerkennung der eigenen beruflichen Tätigkeit auswirkt. Hat sich die tatsächlich wahrgenommene Anerkennung für diese Berufe verbessert, hat sich die Anerkennung anderer Berufe verschlechtert? Des Weiteren wird untersucht, inwieweit sich die wahrgenommene Anerkennung von beruflichen Tätigkeiten und deren Änderung im Zuge der Coronakrise auf die Akzeptanz der Maßnahmen auswirkt, die zur Bewältigung der Krise ergriffen wurden.

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Wie kann Homeoffice gelingen? Faire Lösungen aus Sicht von Arbeitgebern und Arbeitnehmern

Universität Bielefeld

Ziel des Forschungsprojektes ist es, für verschiedene Arbeitsplatzbedingungen Spielräume für funktionierende, so weit wie möglich allseits als fair empfundene Lösungen auszuloten. Im Rahmen der geplanten Studie sollen insbesondere kleinere und mittlere Unternehmen sowie einige wenige Großbetriebe in der Region Ostwestfalen mit einem webbasierten Survey im Umfang von 20 Minuten für Beschäftigte (mit und ohne Personalverantwortung) sowie zusätzlichen Experteninterviews zur Beschäftigungspolitik des Unternehmens untersucht werden (sog. Employer-Employee-Design). Zusätzlich vergleichen werden die Ergebnisse dieser Studie mit einer bereits laufenden repräsentativen Untersuchung zum gleichen Thema ausschließlich in Großbetrieben verglichen.

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Arbeits- und Sozialgerichte und Sozialverwaltung in der Pandemie

Universität Kassel

Das Vorhaben untersucht den Rechtsschutz in gerichtlichen Verfahren der Arbeitsgerichtsbarkeit und der Sozialgerichtsbarkeit sowie in Widerspruchsverfahren der Sozialleistungsträger während der Corona-Pandemie. Dabei wird besonders auf die Auswirkungen der Änderungen im Arbeitsgerichtsgesetz und Sozialgerichtsgesetz geachtet, mit denen befristet bis zum 31.12.2020 erweiterte Möglichkeiten der Verfahrensgestaltung unter Nutzung von Videotelefonie für Verfahrensbeteiligte und ehrenamtliche Richterinnen und Richter geschaffen worden sind.

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Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Beratung, Betreuung und Begleitung von Langzeitleistungsbeziehenden nach dem SGB II

Institut für Angwandte Wirtschaftsforschung (IAW)

Das geplante Projekt untersucht die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Personenkreis der Langzeitleistungsbeziehenden im SGB II. Im Mittelpunkt des Forschungsinteresses stehen die Bemühungen zur Heranführung an und Integration in den Arbeitsmarkt und zur Förderung sozialer Teilhabe und Beschäftigungsfähigkeit seitens der Jobcenter als auch kommunaler und gemeinnütziger Einrichtungen.

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Erwerbstätigkeit von Frauen während der Corona-Krise: Entwicklung über die Zeit, (neue) soziale Ungleichheiten und politische Handlungsoptionen

Universität Köln

Das hier vorgeschlagene Projekt soll vier Fragen nachgehen. (1) Zunächst soll analysiert werden, wie sich Erwersarbeit und unbezahlte Arbeit bzw. die Reduizierung bezahlter Erwersarbeit zwischen den Geschlechtern unterscheidet und ob bestehende Geschlechteruntereschiede durch die Krise noch weiter verstärkt werden. (2) Im Zweiten Schritt soll analysiert werden, wie sich Erwerbsarbeit und unbezahlte Arbeit über die Zeit entwickeln. Hierbei soll insbesondere der Frage nachgegangen werden, ob und wie schnell nach der Lockerung der Beschränkungen eine Rückkehr zum Zustand vor der Krise ereicht wird. (3) Dritten sollen die Auswirkungen sozialpolitischer Regulierungen, insbesondere die Wiedereröffnung der Schulen und Kitas, auf die Erwersarbeit analysiert werden. Von besonderer Bedeutung ist hierbei, ob und wie stark eine Wiedereröffnung den Erholungsprzess beschleunigt. (4) Zuletzt stellt sich die Frage, ob auch innerhalb der Gruppe der Frauen Unterschiede nach bestimmten Merkmalen zu beobachten sind.

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Finanzielle Schocks in der Corona-Krise: Belastungen und Beanspruchungen, Bewältigungsstrategien und -ressourcen sowie sozialpolitische Maßnahmen (Schock-Co)

Universität Mannheim

Im Fokus des Vorhabens steht die Forschungsfrage, wie die Menschen in Deutschland vor dem Hintergrund hoher Unsicherheit und Komplexität mit den resultierenden finanziellen Schocks umgehen.

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Compliance, Akzeptanz und Umsetzung von Schutzmaßnahmen gegen Infektionen in der Arbeitsstätte und die Organisation des betrieblichen Arbeitsschutzes (CAUSA-A)

Zentrum für Sozialforschung Halle

Im Rahmen des Projekts sollen Erkenntnisse im Hinblick auf die Compliance, Akzeptanz und Umsetzung von betrieblichen Infektionsschutzmaßnahmen vor SARS-CoV 2 einerseits und zu den notwendigen Anpassungen des Arbeitsschutzes an die pandemiebedingt veränderten Arbeitssituationen andererseits gewonnen werden.  nach sozialen Kontakten) und der pandemiebedingten vorangetriebenen Entgrenzung der Arbeit abhängig sein können. Ziel ist, erfolgreiche betriebliche Strategien herauszustellen, Hinweise für evtl. erforderliche Anpassungen im Arbeitsschutzhandeln zu gewinnen und in Handlungsempfehlungen einen nachhaltigen Transfer zu ermöglichen.

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Ausmaß, Ursachen und Folgen der Nichtinanspruchnahme von Kurzarbeitergeld während der Corona-Pandemie

Hochschule der Bundesagentur für Arbeit (HdBA)

Das geplante Forschungsprojekt untersucht strukturelle Lücken bei der Inanspruchnahme von Kurzarbeitergeld (KUG) und die damit verbundenen wirtschaftlichen und sozialen Problemlagen. Genauer soll es um die Frage gehen, warum und mit welchen Folgen Betriebe, die während des Corona-bedingten Lockdown von Schließungen oder erheblichen
Arbeitsausfällen betroffen waren, kein KUG in Anspruch genommen haben.

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2. FIS-Förderrunde 2018

„Normal arbeiten“ - Normalitätsannahmen zu Arbeit und Beruf bei jungen Klientinnen und Klienten und ihrem sozialstaatlichen Gegenüber

Universität Kassel

Ziel des Vorhabens ist es, ein besseres Verständnis von sozialer Wahrnehmung, beruflichen Ambitionen und Arbeitserfahrungen junger Menschen, aber auch der Handlungsstrategien im Umgang mit sozialstaatlicher Förderung am Übergang in Arbeit zu gewinnen.

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Grenzen der Verteilung? Sozioökonomische Analysen zur Wahrnehmung von (Um-)Verteilungen in Europa

Universität Hamburg

Das Vorhaben zielt darauf ab, Fragen zur Akzeptanz der sozialen Sicherung in Europa mit einem interdisziplinären Forschungsansatz zu bearbeiten, um daraus Interventionsmöglichkeiten zur Verringerung von möglichen Fehleinschätzungen abzuleiten und um herauszufinden, inwieweit eine Koordinierung im Bereich der Sozialpolitik in der Bevölkerung vorhanden ist.

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Exploration digitaler Technologien in der öffentlichen Arbeitsvermittlung am Beispiel von Textmining

Universität Duisburg-Essen

Das Vorhaben untersucht Veränderungsprozesse von Arbeit und Organisation von Jobcentern und Arbeitsagenturen durch den Einsatz von digitalen Technologien im Rahmen eines Forschungsprojektes.

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Teilhabe durch Crowdworking: Eine Analyse der Gelingensbedingungen einer technisch-organisatorischen Innovation für Personengruppen mit erschwerter Teilhabe am Erwerbsleben

Universität Hamburg

Das Ziel des Vorhabens ist die Untersuchung der Chancen und Risiken von Crowdworking als Mittel zur Arbeitsmarktintegration von Menschen mit erschwerten Teilhabechancen, um damit den Weg für „inklusives Wachstum“ zu ebnen.

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HILFEE – HILfsbereitschaft gegenüber Flüchtlingen Experimentell Erforschen

RWTH Aachen

Zuwendungszweck sind die Untersuchungen von einerseits Einflussfaktoren auf das tatsächliche Hilfsverhalten gegenüber Geflüchteten und andererseits potenziellen politischen Interventionen zur Verbesserung dieser Hilfsbereitschaft.

Die Forschungsergebnisse sollen ein besseres Verständnis der Hilfsbereitschaft ermöglichen und Handlungsempfehlungen und Maßnahmen zur Förderung dieser Bereitschaft bereitstellen.

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Akzeptanz sozial- und arbeitsmarktpolitischer Maßnahmen und Regelungen

Otto-Friedrich-Universität Bamberg 

Das Projekt analysiert die Akzeptanz tagesaktueller und konkreter Ausgestaltungsalternativen der Arbeitslosenversicherung und der sozialen Grundsicherung in der Bevölkerung und bei unterschiedlich Betroffenen

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Digitale Rechtsmobilisierung. Eine Provokation für die Sozialverwaltung? (LegalTech)

SOFI Göttingen (mit Weiterleitung an Ruhr-Universität Bochum

Im Rahmen des Projektes soll erforscht werden wie Legal Technologies und neue Wege der digitalen Rechtsmobilisierung Einfluss auf das Verhältnis zwischen Bürger*innen und Sozialstaat nehmen.

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GEVOAB – Gerechtigkeitsvorstellungen von erwerbstätigen Arbeitslosengeld II-Beziehern (Aufstockern)

Universität Bremen

Im Zentrum des Forschungsprojektes steht die Vorbereitung und Durchführung von laborgestützten, anonymisierten Gruppenexperimenten und problemzentrierten Interviews (PZI) zur Einstellungsforschung im Themenbereich Sozialstaat der besonderen Zielgruppe der sog. Aufstocker/innen (erwerbstätige ALG II-Bezieher). Der eingesetzte Methodenmix stellt einen innovativen und interdisziplinären Forschungsansatz zur Erhebung von Einstellungen zum Sozialstaat und Gerechtigkeitsvorstellungen dar.

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Verständnis und Haltungen zur Altersvorsorge in Deutschland: Ausprägungen und Auswirkungen auf vorsorgebezogenes Verhalten (VHAlt)

Universität Mannheim

Zuwendungszweck ist die Erforschung von (Miss-)Verständnis und Haltungen zum Thema Altersvorsorge über eine repräsentative Befragung von bis zu 1.000 Personen im erwerbsfähigen Alter und die Ableitung von Handlungsempfehlungen für die Politik und Akteure der Sozialversicherung. Darüber hinaus sollen Kommunikations-empfehlungen und exemplarische Lerneinheiten zur Verbesserung der finanziellen Allgemeinbildung der Bürger/innen in Deutschland entwickelt werden.

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1. FIS-Förderrunde 2016

Selbstbestimmte Optionszeiten im Erwerbsverlauf

Universität Bremen in Kooperation mit dem Deutschen Jugendinstitut

Ziel des rechts- und sozialwissenschaftlichen Kooperationsprojektes ist die Ausarbeitung von Eckpunkten eines innovativen sozialpolitischen Modells für die Gestaltung von Erwerbsverläufen.

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Schnittstellen in der Sozialpolitik: Differenzierung und Integration in der Absicherung sozialer Risiken

Universität Duisburg-Essen, Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ)

Die Schnittstellen zwischen sozialstaatlichen Institutionen und die mangelnde Verzahnung von Maßnahmen zur Absicherung sozialer Risiken stellen die Sozialpolitik im entwickelten Sozialstaat vor große Herausforderungen.

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Scheidung, Trennung und die soziale Sicherung von Frauen in Deutschland

Hertie School

Ähnlich wie in anderen europäischen Ländern auch bestimmen hohe Scheidungs- und Trennungsraten die Familienstrukturen in Deutschland. Dieses Projekt befasst sich mit der Bedeutung dieser Entwicklungen für die soziale Sicherung von Frauen.

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Wer kümmert sich um Oma? Eine empirische Erprobung des Respondent-Driven Sampling am Beispiel der (informellen) Beschäftigung in der häuslichen Pflege

WZB

Das Forschungsvorhaben verfolgt zwei Ziele. Erstens soll mittels einer standardisierten Befragung mehr über die Lebenssituation und Motivationsstrukturen von Personen, die im Bereich der häuslichen Alten- und Krankenpflege arbeiten, in Erfahrung gebracht werden.

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Digitalisierung und Wandel der Beschäftigung: Eine Datengrundlage für die interdisziplinäre Sozialpolitikforschung

Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB), Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)

Die Digitalisierung der Arbeitsprozesse schreitet immer weiter voran und führt zu einem grundlegenden Strukturwandel in der Arbeitswelt, der vielfältige Herausforderungen für verschiedene Bereiche der Sozialpolitik mit sich bringt.

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Was benötigen und wie gelingen Wiedereinstiege von exkludierten Personen in soziale und arbeitsmarktliche Zusammenhänge?

Zentrum für Politikberatung und Evaluation (ZEP)

Das Projekt zielt darauf ab, herauszufinden, wie sich die sozialen Sicherungssysteme in den letzten 20 Jahren verändert haben und aufzuzueigen, was benötigt wird, damit die von diesem System Ausgeschlossenen bzw. von Ausschluss Bedrohten  ihre Teilhabechancen zum Wiedereinstieg in soziale, arbeitsmarktliche und gesellschaftliche Zusammenhänge tatsächlich verwirklichen können.

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